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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Aufschwung - auch in der eigenen Brieftasche ?

>"... daß Deutschland in den Jahren 2006 und 2007 einen kräftigen Aufschwung erlebt hat. ... der Eindruck verbreitet, dass dieser Aufschwung bei den Einkommen der privaten Haushalte nicht ange- kommen ist. Ein Blick in die Statistiken der Volkswirt- schaftlichen Gesamtrechnung zeigt, dass der Ein- druck nicht aus der Luft gegriffen ist. Der beträcht- liche Einkommenszuwachs, den der Aufschwung tatsächlich mit sich gebracht hat, ist nämlich vor allem dem Staat zugutegekommen, zu einem geringeren Teil auch den Kapitalgesellschaften und nur sehr begrenzt den privaten Haushalten. Ein weiterer,... Grund dafür, dass sich die Real- einkommen der privaten Haushalte trotz starker Kon- junktur schwach entwickelt haben, liegt im starken Anstieg der Importpreise aufgrund der Verteuerung von Rohstoffen, vor allem Erdöl. ..."

Axel Lindner, IWH Halle

Wenn die Analyse steht, könnte man doch mit der Therapie beginnen, oder?

Dienstag, 16. September 2008

Gute Nachrichten

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,578052,00.html

Robuste Zukunftsaussichten für die ostdeutsche Wirtschaft. Wir werden in den nächsten Tagen einige Zahlen des IWH nachlegen. Versprochen !

Mittwoch, 30. April 2008

Wanderungsverhalten

Der aktuelle Newsletter des IWH verweist auf eine Arbeit zum Wanderungsverhalten der Ostdeutschen.

Weiterhin gilt es - nicht überraschend in der ost- deutschen Wanderungsbilanz gegenüber den west- lichen Bundesländern ein deutlich negative Gefälle. Nach den großen Abwanderungen unmittelbar im Anschluß an die Grenzöffnung sowie um 2001 haben sich die aktuellen Zahlen verringert. Trotzdem hat man ein "ost-westdeutsches Wanderungsminus" von ca. 50 000 Menschen p.a.

Der ostdeutsche Nettoverlust seit 1989 beläuft sich rd. 1,7 Millionen Einwohner.

Autoren des Arbeit: Alexander Kubis, Lutz Schneider

Sonntag, 20. Januar 2008

Moderneres Ostdeutschland ?

Wie sieht es denn mit einer Bewertung der Lebens- verhältnisse ganz jenseits von Klischees, gewünschten Voruteilen und Nebelkerzen aus ?

Daß ein (Wahlkämpfer) Wowereit erklärt, "Berlin ist Ostdeutschland"


http://www.welt.de/berlin/article1566436/Wowereit_als_Super-Ossi_und_Stimmenkmpfer_.html könnte man noch mit dem Wunsch nach Sympathie (und Stimmen) erklären.

Tatsache ist, daß in einigen Bereichen wie der Beschäftigungszahlen gerade die "Super-Länder" wie Sachsen und Thüringen, die Südschiene Ostdeutschlands, sich vor den meisten westdeutschen Bundesländern nicht verstecken müssen. Auch scheinen die kommunalen Haushalte vieler ostdeutscher Städte erheblich besser auszusehen als die ihrer westdeutschen Pendants.

In meinen Augen hat in den vergangen 15 Jahren eine Verbesserung stattgefunden, die das alte SED-Kämpferwort vom "Überholen ohne Einzuholen" Realität hat werden lassen - allerdings waren dafür Kapitalismus und westdeutsche Solidarität verantwortlich.

Diese Entwicklung ist nicht überraschend. Anfang der 90-iger haben Ökonomen wie der Regionalforscher Prof. Klemmer, später Präsident des RWI, des Wirtschaftsforschungsinstitutes in Essen, darauf aufmerksam gemacht: Investitionen in die Infrastruktur würde ja neuwertige, moderne Anlagen, Gebäude, Einrichtungen und Ausrüstungen ergeben - während in Westdeutschland eine derartige Erneuerung fehlt.

In meinen Augen wird (von ostdeutscher Seite) viel zu wenig mit den positiven, den "besseren" Merkmalen geworben. Natürlich liegt es im Interesse lokaler/regionaler Politiker, die Zahlungsströme aus Westdeutschland nicht mit allzu "kecken Worten" zu verschrecken und -natürlich- habt so mancher Politiker, Funktionär und auch Künstler ein Interesse daran "Not und Elend" herbeizuschreiben ... nur damit erreicht man nur, daß ein status quo eingefroren wird, der sicherlich manchen von einem Bleiben oder gar einer Investition in Ostdeutschland abhält.

Es ist Zeit für eine Trendwende: in Ostdeutschland liegt Zukunft !

Freitag, 11. Januar 2008

Maschinenbau in Ostdeutschland

Nachrichten über den Maschinenbau

http://www.regioweb.de/archivitem+M51860abcae9.html?&tx_ttnews%5Bday%5D=09&tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&tx_ttnews%5Byear%5D=2008

Ich bin keiner Experte im Bereich des Maschinen-baus. Ich unterhielt vor einigen Wochen mit einer deutschen Journalistin russischer Nationalität, die insbesondere bei Exporten und joint-ventures zwischen russichen und deutschen Firmen sehr erfahren ist. Die erklärte mir, daß sie kaum von ostdeutschen Unternehmen wüßte, die hier eine Rolle spielten.

Kann es sein, daß der Export, besonders "gen Osten", von dem ich als Laie angenommen hätte, daß er "Leib- und Magenthema" ostdeutscher Unternehmen sein müßte, von geringer Bedeutung ist ?

Dienstag, 8. Januar 2008

Samstag, 29. Dezember 2007

Ostdeutsche Metallindustrie: PLUS

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,523648,00.html

In der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie setzt sich der Boom fort, was auch zu steigenden Beschäftigtenzahlen führt. Allein im Oktober sind zusätzliche 3.200 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Konjunkturprognosen

Die Konjunkturprognosen für Ostdeutschland sind stabil. Auch das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) sieht für 2007/08 klare Wachstumsdaten.

http://www.visavis.de/unternehmen/modules.php?name=News&file=article&sid=11212&mode=&order=0&thold=0

Während das ablaufende Jahr 2007 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,7% ergeben soll, schätzt man für 2008 Werte von 2,5%.

Wir hatten auf ähnliche Prognosen des IWH, des Wirtschaftsforschungsinstituts in Halle (Saale) bereits hier
http://ostimmobilien.blogspot.com/2007/11/iwh-newsletter.html verwiesen.

P.S. Meines Erachtesn heißt es ifo - Institut für Wirtschaftsforschung und nicht, wie im Artikel angegeben Wirtschaftsförderung. ;-)

Freitag, 30. November 2007

IWH - Newsletter

Neuer Newsletter des Instittuts für Wirtschaftsforschung Halle.

U.a. wird berichtet, daß die ostdeutschen Chemieunternehmen bei der Rendite die westdeutschen Pendants ein- und (je größer die Unternehmen) überholt haben.

Stark dafür verantwortlich waren die Lohnstückkosten, die 2005 bei 74% des westdeutschen Vergleichwertes lagen - eine große Aufholjagd, da die Lohnstückkosten 1995 noch um 70% über denen im Westen lagen.

Auswirkungen gab es auch bei den Beschäftigten: während die Zahl der Beschäftigten in Westdeutschland um 2,3% sank, stieg sie bei den ostdeutschen Chemieunternehmen um 3% an.

Mittwoch, 21. November 2007

Kellner aus Ostdeutschland

Ein Interssanter Artikel aus der Thüringer Allgemeinen Zeitung.

Der Artikel beschäftigt sich auch mit der Möglichkeit, mehr Touristen in das *Grüne Herz Deutschlands* zu holen, veweist aber auf ein interessanten Phänomen: daß viele Ostdeutsche in (Westdeutschland und)Osterreich im Hotel und Gaststättengewerbe tätig sind.

Offenbar "nutzen" Gastronomiebetriebe Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland, um gerade junge ostdeutsche anzuwerben, die mit einer Qualität kommen, die sie wohl nicht mehr am eigenen Standort finden.

http://tinyurl.com/23gsz2

Sonntag, 18. November 2007

Arbeitsmarkt Ostdeutschland : PLUS

Erfreuliche Nachrichten liefern die neuesten Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts IWH in Halle.

Das Wirtschaftswachstum und vor allem das Wachstum der Zahl der Arbeitsplätze in Ostdeutschland soll sich auch 2008 fortsetzen. Während für 2007 mit einem Wachstum der Arbeitsplätze um 105.000 gerechnet wird, schätzt man für das Jahr 2008 mit einem weiteren Anstieg von etwa 30.000 - und damit wird der höchste Stand seit 2001 erreicht !

Besonders erfreulich: es werden zum überwiegenden Teil sozialversicherungspfichtige Arbeitsplätze geschaffen, kaum noch sog. Minijobs.

Eine weitere "Abkühlung" der Arbeitslosenzahlen wird von (hauptsächlich) demographisch begründeten Veränderungen erwartet: bis 2008 soll die Zahl der Erwerbsfähigen in Ostdeutschland auf ca. 8,8 Mio. absinken - das würde ein Minus von ca. 900.000 im Vergleich zu 2001 bedeuten.

Ein Link zur aktuellen Pressemeldung des IWH Halle
http://www.iwh-halle.de/d/publik/Presse/39-07.pdf